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Sanierungen |
![]() Vorbildlich sanierte und verstärkte Kehre an der San-Bernardino-Strasse GR. Bauformen, Material und Verarbeitung entsprechen dem traditionellen Strassenbau des frühen 19. Jahrhunderts in Graubünden.
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Die San-Bernardino-Passstrasse |
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Die San-Bernardino-Passstrasse wurde als Teil der «Unteren Strasse» ChurBellinzona von 1818 bis 1826 vom Ingenieur Giulio Pocobelli aus Melide erbaut. Mit ihren trocken gemauerten Kehren, Dämmen und Wasserdurchlässen hat sie, besonders im Abschnitt zwischen Hinterrhein und Mesocco, den Charakter der Kommerzialstrasse des 19. Jahrhunderts weit gehend bewahrt. Als Ausweichstrecke für die Nationalstrasse durch den San-Bernardino-Strassentunnel musste sie 19911995 saniert und für den heutigen Automobilverkehr tauglich gemacht werden. Die Verkehrsbelastung, für die sie im Zeitalter der Postkutschen niemals konzipiert worden war, hatte ihr stark zugesetzt. Das kantonale Tiefbauamt Graubünden zog bei der Sanierung unter anderem auch die ViaStoria-Vorgängerorganisation IVS in beratender Funktion bei. Ziel der Sanierung war es, die Strasse bei bestmöglicher Bewahrung der historischen Substanz und unter Erhaltung des Gesamteindrucks zu verstärken und teilweise zu verbreitern. Dieses Ziel konnte erreicht werden.
Wo die Belastungsfähigkeit dies verlangte,
Während der Arbeit zeigte sich, wie empfindlich auch schon nur kleine Veränderungen den Gesamteindruck der Strasse stören können, so etwa am Beispiel eines Tombinos, eines kleinen Wasserdurchlasses in der Form eines falschen Bogens:
Tombino vor der Sanierung; es galt auch, Der früheste Versuch mit quaderähnlichen Werksteinen aus ortsfremdem Granit ist als missglückt zu bezeichnen:
Missglückter älterer Versuch mit quaderähnlichen Auch die Variante mit vor Ort gewonnenen, jedoch allzu rechteckig behauenen Mauersteinen befriedigt nicht:
Vor Ort gewonnene, zu rechteckig behauene Geglückt, wenn auch nicht perfekt ist die Sanierung mit Bruchsteinen. Diese hätten zum Teil etwas plattiger ausgeformt sein müssen:
Geglückte Sanierung
Die Sanierung der San-Bernardino-Passstrasse hat gezeigt, dass auch unter schwierigen Bedingungen die Ansprüche des modernen Strassenverkehrs und der Schutz der historischen Verkehrswege unter einen Hut gebracht werden können. Es braucht dafür aber viel Geduld, gegenseitiges Entgegenkommen und Geld.
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